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Vom Boden zur Pflanze – ein neuer Ansatz zur Bestimmung der Bioverfügbarkeit von Strontium und Blei
Im Meža-Tal (Slowenien) hinterließ jahrhundertelanger Blei- und Zinkbergbau eine der am stärksten belasteten Regionen des Alpen-Adria-Raums. Für das DISCOVER-Projekt ist daher entscheidend: Welche Schadstoffe sind tatsächlich bioverfügbar und woher stammen sie?
In unserer aktuellen Publikation zeigen wir, dass die Diffusive Gradients in Thin Films (DGT)-Technik genau jene Metallfraktion im Boden bestimmen kann, die Pflanzen tatsächlich aufnehmen.
Wir untersuchten mehrere Böden, darunter einen stark Pb-belasteten Standort aus Mežica, und verglichen deren Isotopensignaturen mit drei Kulturpflanzen (Salat, Weizen, Radieschen). Das Ergebnis:
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Die von DGT gemessenen Strontium- und Blei-Isotopenverhältnisse stimmen sehr gut mit den Pflanzen überein
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Gleichzeitig liefert DGT deutlich sauberere Proben für hochpräzise Isotopenanalytik
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Damit lassen sich bioverfügbare Schadstoffquellen bestimmen, ohne Pflanzen anbauen zu müssen
Warum ist das wichtig für DISCOVER?
Potenziell toxische Elemente können über Staub, Wasser oder Nahrung übertragen werden. Gesamtgehalte allein erlauben jedoch keine Aussage über Risiko oder Herkunft.
DGT misst stattdessen die dynamisch verfügbare Fraktion, die tatsächlich in die Nahrungskette gelangen kann – eine zentrale Voraussetzung für verlässliche Quellenzuordnung.
Die Methode ermöglicht damit:
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bessere Unterscheidung geogener vs. anthropogener Pb-Quellen
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realistischere Risikobewertung
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robustere isotopische Fingerprints für Umweltforensik
Link zur Publikation: https://link.springer.com/article/10.1007/s00216-026-06315-6
